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Dortmund,
 07.07.2025
Fenstertausch

Was bedeutet der U-Wert bei Fenstern?

Wenn die Temperaturen fallen, zeigt sich, wie dicht die Fenster eines Hauses sind. Gemessen wird dies anhand des U-Werts, genauer gesagt des Uw-Werts. Wer neue Fenster vom Staat fördern lassen möchte, muss einen bestimmten Uw-Wert erreichen. Wir erklären Ihnen die Bedeutung dieses Werts und worauf Sie achten müssen.

Geschrieben von

Kai vom Lehn, Dipl. Ing. & Energieberater

Das Wichtigste auf einen Blick:

U-Wert: Kleine Zahl, große Wirkung

Der U-Wert wird auch als Wärmedurchgangskoeffizient bezeichnet und misst den Wärmeverlust durch ein Bauteil, wie z. B. ein Fenster. Je niedriger der U-Wert, desto besser ist die Wärmedämmung. Ein hoher U-Wert bedeutet mehr Energieverlust und somit höhere Heizkosten.

U-Wert berechnen: Wie geht das?

Die Berechnung des Uw-Werts von Fenstern ist komplex. Er wird aus den U-Werten der einzelnen Komponenten sowie deren Flächenanteilen ermittelt. Keine Sorge, Sie müssen den Wert bei der Sanierung nicht selbst berechnen können. Das übernehmen Fensterhersteller oder Energieberater*innen für Sie. Folgende U-Werte fließen bei Fenstern in die Berechnung ein:

Ug-Wert (g = glazing): Dieser Wert bezieht sich ausschließlich auf den Wärmedurchgangskoeffizienten
der Fensterscheibe.

Uf-Wert (f = frame): Dieser Wert gibt den Wärmedurchgangskoeffizienten des Fensterrahmens an.

ψg-Wert (Psi-Wert): Dieser Wert beschreibt den Wärmeverlust am Glasrandverbund.

Alle diese Werte beeinflussen die Wärmedämmung von Fenstern und somit den Energieverbrauch. Gemeinsam ergeben Sie den Uw-Wert:

Uw-Wert (Window): Dieser Wert gibt den gesamten Wärmedurchgangskoeffizienten des Fensters an, einschließlich Verglasung und Rahmen. Er ist der wichtigste Wert für die Gesamtenergieeffizienz des Fensters.
Zusätzlich gibt es noch den Ud-Wert (d = door) für Haustüren oder Terrassentüren.

BAFA-Förderung: Wie hoch darf der U-Wert sein?

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bezuschusst den Einbau neuer Fenster, Dachfenster oder Türen, wenn sie einen bestimmten U-Wert erreichen. Bei Standardfenstern gilt ein Uw-Wert von maximal 0,95 W/m²K. Das erreichen Fenster mit Dreifachverglasung und entsprechenden Fensterrahmen. Um Schimmel vorzubeugen, sollten dann auch die Fassade bzw. das Dach entsprechend gut gedämmt sein. Bei Haustüren darf der Ud-Wert 1,3 W/m²K nicht überschreiten für eine Förderung. Eine Liste mit allen U-Werten für die verschiedenen Fenster- und Türarten finden Sie hier.

Tipp: Haben Sie schon ein Handwerkerangebot für den Fenstertausch vorliegen? Dann machen Sie den kostenlosen Fördercheck und wir prüfen, ob Ihre neuen Fenster die Voraussetzungen erfüllen.

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Niedriger U-Wert: Win-win fürs Klima und den Geldbeutel

Ein Fenster mit Einfach- oder Zweifachverglasung, das vielleicht auch noch schlecht schließt, sorgt gleich für mehrere Probleme:

  • Wärmeverlust
  • Kondensatbildung an kalten Glasflächen
  • Schimmelbildung
  • Hohe Heizkosten
  • Schlechte Klimabilanz

Bei einem gut isolierenden Fenster mit einem niedrigen U-Wert sind die Vorteile klar:

Es sorgt für ein angenehmes Raumklima und reduziert die Heizkosten. Das ist auch gut für die Umwelt, denn durch den geringeren Energieverbrauch werden weniger klimaschädliche Gase freigesetzt. Bei Neubau oder Modernisierung eines Hauses sollte also auf niedrige U-Werte geachtet werden – idealerweise mit Dreifachverglasung und einem Uw-Wert unter 1,0 W/m²K.

U-Wert verbessern und doppelt Geld sparen

Der Austausch alter Fenster durch eine moderne Dreifachverglasung mit niedrigem Uw-Wert lohnt sich nicht nur wegen der Heizkostenersparnis. Damit Deutschland bis 2045 klimaneutral wird, greift der Staat Ihnen bei der Sanierung finanziell unter die Arme. Hier erfahren Sie mehr über die Fördermöglichkeiten für den Fenstertausch.

Tipp: Mit unserem zertifizierten Online-Förderservice unterstützen wir Sie von der Antragstellung bis zur Auszahlung des Zuschusses. So holen Sie das Maximum für sich heraus und das ganz ohne auf einen Termin für eine Energieberatung vor Ort warten zu müssen.

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